Advent advent…!

Hallo Freunde!
Es ist schon wieder ein Monat vergangen und sehr viel passiert – also allerhöchste Zeit für mich, den Blog auf den neuesten Stand zu bringen!
Im November hatten wir wieder in den ersten zwei Wochen ein Workcamp, welches allerdings in ein „Chaos-Camp“ ausartete. Nach der ersten Woche hatte sich die Teilnehmerzahl halbiert, was jedoch für die Atmosphäre sehr gut war und wir eine sehr erfolgreiche zweite Woche mit der tapferen Marlene aus Dänemark verbringen konnten ( venlig hilsen!!).
Auf dem Programm stand dieses Mal „Murual Painting“. Wobei sich besonders Raffael, unser 64 jähriger Longterm Volunteer aus Rom, als ungeahntes Zeichentalent herausstellte. Er streitet das jedoch vehement ab (“ It’s not me, it’s the name!“). Die wunderschönen Schildkröten und Fischerboote, die er an die Wand des WC-Häuschens in der Hossadu-English Primary School zauberte, sind bald im ‚Bilderbuch‘ zu sehen!
Weiterhin wurde fleissig „Beach Cleaning“ in „Kodi-Beach“ durchgeführt. Dabei wurden wir spontan von 80 Schüler/Innen der nahegelegenen Highschool unterstützt! (seit dem können wir uns nicht mehr unerkannt dort blicken lassen…). Nach zwei Stunden Müllsammeln waren 40 Säcke gefüllt und ein Strandabschnitt von etwa 20 Meter Breite von Flaschen, Schuhen, Kautabakverpackungen etc. befreit. Die restlichen 5 Km stehen noch aus und dummerweise stehen auch bis jetzt die 40 SMüllsäcke vor unserem TIC und warten darauf, vom Truck, den der Bürgermeister sponsern wollte, abgeholt zu werden. Judith und ich haben uns deswegen gestern ins Municipal Office begeben, um in dieser Angelegenheit mal ein bisschen Dampf zu machen. Nach zwei Stunden Wartezeit war der Dampf zwar verflogen, aber der Bürgermeister hat sich endlich blicken lassen und uns um einen schriftlichen Antrag auf „garbage removal“ gebeten. Den soll er bekommen! Gleichzeitg haben wir versucht, ihn von einer regelmässigen Müllentsorgung zu überzeugen. Dies erschien ihm jedoch zu kompliziert, da die Strassen zu schlecht seien und „wir hier schliesslich nicht in Deutschland“ seien. *grrr…
Am zweiten Novemberwochenende hat das jährliche Meeting der „Turtle Action Group“, kurz TAG, stattgefunden. Der Name klingt zwar wie der einer Teeni-Band, doch dahinter verbirgt sich ein Netzwerk aller governmental und nongovernmental organisations Indiens, die sich für den Schutz von Wasserschildkröten einsetzen. Es war sehr interessant, zu sehen was die anderen Organisationen bisher erreicht haben und über die Methoden zu diskutieren. Auch wenn ich mich in einigen Sitzungen in die Schulzeit zurückversetzt fühlte, in denen alles drunter und drüber ging und alle gleichzeitig sprachen. Aber wir haben Kontakte zu anderen Organisationen, z.B. in Chennai/ Tamil Nadu geknüpft. So konnten wir u.a. Informationsmaterial über „Environmental Education“ für Schüler/Innen erhalten. Diese ist sehr nützlich, da wir gebeten wurden einen Workshop für College-Students über Sea Turtle Conservation und Environment zu erarbeiten. Was genau wir mit den 60 Studenten anfangen wissen wir noch nicht,aber im Notfall wird eben Müll gesammelt!
Das letzte Wochenende haben wir in Goa verbracht und den Geburtstag von zwei Freiwilligen gefeiert. Goa eignet sich ausgesprochen gut für solche Feierlichkeiten, deswegen planen wir auch, dort Weihnachten zu verbringen.
Was die Weihnachtstimmung betrifft, beneide ich alle die jetzt gerade im Schnee herum stapfen -SCHNEE!!!- oder Schlittschuhlaufen unheimlich und mag gar nicht erst an die vielen, gemütlichen Weihnachtsmärkte und Adventsabende denken. Zum Glück habe ich einen Adventskalender bekommen!!! Und mein erstes Paket aus Deutschland ist nach zwei Monaten angekommen, mit einer Ladung Lakritz!!! Danke an zuhause!! 🙂
Morgen gehts zur Erholung für zwei Tage nach Gokarna. Dort gibts saubere Strände und , wenn wir Glück haben, Leuchtplankton! 🙂
Liebe Grüsse an die Heimat! Ich wünsche allen eine schöne Weihnachtszeit!

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Nachwuchs! :D

Am Donnerstag, den 22. Oct. geschah das, was wir schon nicht mehr fuer moeglich gehalten hatten – die Hatchlinge in Maravanthe-Beach sind geschluepft!!
Jedes Jahr legt die gleiche Schildkroete dort ihre Eier ab, meist schon Mitte August, wie auch in diesem Jahr. Da zu dieser Zeit der Monsunregen am schlimmsten wuetet, ist die Ueberlebenschance fuer die Hatchlinge sehr gering. In diesem Jahr allerdings haben die kleinen Schildkroeten tapfer den Monsun ueberdauert und sind alle geschluepft! Daarsi, unsere Kontakt-Person, hat sich ihrer angenommen. Wir haben sie, als die Mittagshitze vorueber war, ins Meer entlassen. Es gab ein wunderschoenes Bild ab, wie unsere vielen kleinen „Schuetzlinge“ sich tapfer durch den Sand kaempften um dann in die zu Wellen purzeln!
Darauf folgt die „Nest-excavation“, bei der untersucht wird, wieviele Eier nicht geschluepft sind, ob das Nest von irgendwelchen Pilzkrankheiten befallen ist usw. .
Allerdings konnten wir nicht alle der 60 Schildkroeten sofort frei lassen, da eine Person des Forrest Departments, welches eine staatliche Naturschutzbehoerde ist, diese zuvor sehen wollte. So mussten wir einige eine Nacht laenger an Land behalten, was ihre Ueberlebenschancen drastisch senkt. 😦 Wichtig ist dabei, dass die Schildkroeten nicht in einem Wasserbecken gehalten werden, da sie einen natuerlichen „Schwimmdrang“ entwickeln, der sie normalerweise schnell ins sichere, tiefe Gewaesser bringen soll. Um zu verhindern, dass sie sich zu frueh verausgaben, muessen sie in feuchten Sand gebettet werden. Gluecklicherweise haben alle Schildkroeten die Nacht ueberlebt und konnten ihren Geschwistern folgen.
Leider koennen wir sie nur bis zur Wasserlinie beschuetzen und wissen nicht, ob sie auch wirklich die Tiefsee erreichen, ohne vorher gefressen zu werden oder in einem der vielen Fischernetze zu sterben.

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News aus dem Projekt!

Endlich ist es soweit! Am Montag, den 11. Okt. hat das erste Workcamp begonnen!! Deepak, Dinesh und ich gestalteten ein Begruessungsprogramm fuer die Teilnehmer aus Kannada und China. Dazu gehoerte natuerlich eine kleine Einfuehrung in Do’s und Don’ts in Kundapur (z.B. nicht im Bikini baden gehen!!) und eine Projektpresentation (anhand einer Power-Point-Pr. mit Turtle-Quiz^^).
Nachdem alle Klarheiten beseitig waren, zogen wir gleich am naechsten Tag los zum Beejadi-Beach, wo wir das erste „Turtle Information Center“ (TIC) errichteten! Das Bauwerk aus Palmenblaettern und Holzplanken erinnerte zuerst mehr an eine der vertraeumten Strandbars in Goa. Als jedoch die Poster angebracht waren, blieb kein Zweifel mehr, dass die Huette der Aufklaerung ueber Wasserschildkroeten dient!
Nachmittags stand als naechstes die „Country Presentation“ auf dem Programm. Diese gestaltete sich durchaus abwechslungsreich! Besonders der Beitrag zu China war interessant, da wir neben Tee und traditionellem chinesischen Mondkuchen ( das gekochte Eigelb innendrin war fuer einige eine boese Ueberraschung;) auch kleine Geschenke bekamen!
Innerhalb der naechsten Tage bauten wir ein weiteres TIC, machten mehrere Beachwalks und verteilten Flyer im Hafen. Im Grossen und Ganzen hatten wir also stets etwas auf dem Programm, nur an den liebevoll ausgearbeiteten Zeitplan hat sich keiner gehalten.^^ Obwohl die Teilnehmer alle aus verschiedenen Teilen der Welt kommen und unterschiedliche Hintergruende haben, funktionierte die Zusammenarbeit bis jetzt sehr gut und die Stimmung im Projekt war immer super! 😀

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Die ersten zwei Wochen im „Sea-Turtle Project“

Hallo!

Meine erste Woche im Projekt war relativ unspektakulaer. Ich habe die Zeit hauptsaechlich damit verbracht, mich durch die Unmengen an Informationen, Berichten und natuerlich die allwissende „Turtle-Bibel“ zu lesen. Nachdem ich dann die Aufnahmepruefung unter dem strengen Einmann-Pruefungskomitee (mein Projektleiter Daya) bestanden habe, darf ich auch weiterhin im Projekt arbeiten!^^
Diese Woche gestaltete sich dann schon spannender. Daya hat mir die verschiedenen Straende gezeigt, die zu unserem Einzugsbereich gehoeren. Dabei habe ich meine erste Motorbiketour, hautnahr, im indischen Strassenverkehr er/ueber-lebt und habe mich immer noch nicht dran gewoehnt…! Am schoensten war die Fahrt hinter einem Fisch-Laster, der anscheinend seine Ware nicht sicher verpackt hatte und deswegen staendig uebelriechendes Fischwasser verlor, welches dann den armen Motobike-fahrern hinter ihm ins Gesicht spritzte! 😦 An dem Tag hatte ich wirkich keinen Appetit auf Fish-Curry . 😛

Heute wurde ,sozusagen zum kroenenden Abschluss der Woche, das erste Sea-Turtle-Nest gefunden! Um 7 Uhr morgens klingelte Daya mich aus dem Bett und sagte, er wuerde mich in 30 Minuten abholen .(Gluecklicherweise hatte Kundapur die ganze Nacht keinen Strom, weswegen mein Ventilator die Muecken nicht vertreiben konnte und ich so wenig geschlafen hatte, dass ich morgens meinen Wecker nicht gehoert und Yoga verpennt habe!)
15 Minuten spaeter stand Daya vor unserer Tuer! Mehr oder weniger im Halbschlaf schluerfte ich meine heissen Chai und dann gings los, im Eil-Tempo (!) zum Kodi-Beach. Dort hatte einer der Fischer die Schildkroeten-Eier ausgegraben, um zu verhindern, dass sie gestohlen werden. Wir suchten nun einen geeigneten Platz und vergruben dort die 119 Eier. Dann konstruierten wir einen einigermassen sicheren Zaun darum herum, um sie vor Tieren zu schuetzen.
Der fischer bekam eine kleine Entschaedigung als Dank. Die Eier werden nun in etwa 52 Tagen schluepfen, wenn alles in Ordnung ist. Bis dahin muss das nest unter strenger Beobachtung stehen! 🙂

Heute Nachmittag habe ich dann frei bekommen. Morgen frueh werde ich mit einigen anderen die „Jogg-Wasserfaelle“ besichtigen!^^

Liebe Gruesse aus Indien!

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NEU!! :)

Hier sind die versprochenen Bilder, einfach oben das „Bilderbuch“ anklicken!

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Orientation Week

Hallo!

Die Vorbereitungswoche ist nun abgeschlossen und alle Freiwilligen sind bei ihren Familien eingekehrt, jedenfalls diejenigen, die das Glueck haben, in einer Familie wohnen zu duerfen! 🙂

Aber erst zur vergangenen Woche. Unsere multikulturelle Gruppe bestand im Durchschnitt aus 21 Leuten aus Japan, Belgien, Finnland und Deutschland. Unsere indischen Gruppenleiter begruessten uns auf traditionelle Art, bei der jeder sorgfaeltig mit einem Blumenkranz geschmueckt und im Gesicht mit Farbe bemahlt, eine erste ungewohnte Erfahrung.^^
Und es sollten schnell mehr und mehr Erfahrungen und neue Entdeckungen folgen! Mit staunen wurden wir in den „Indian way of Life“, sowie Do’s und Dont’s und (mit etwas Unbehagen bei einigen Freiwilligen) in „Teaching in India“ eingeweiht. Sehr wissenswert waren auch die „Country Presentations“, bei der nicht nur Indien, sondern auch die anderen vertretenen Laender kurz vorgestellt wurden. Ausserdem kamen wir in den Genuss erster „Cannada-Stunden“, besichtigten unsere Projekte und wir lernten einige Gastfamilien kennen, darunter auch meine! 🙂 Natuerlich durfte nicht fehlen: die Henna-Bemahlung, Indian Music und Bollywood Cinema!

Zum Abschluss unternahmen wir alle zusammen eine Exkursion zum aussergewoehnlichen Wochenmarkt von Kundapur! Aussergewoehnlich weil die Menge an, mir unbekannten, Gemuese- und Obstsorten in allen erdenklichen Farben und Formen eindeutig die der Bekannten ueberstieg. Es ist wirklich schwer, die Vielfalt an Geruechen und Geschmaeckern zu beschreiben! Aber wir haben alle, ganz mutig, so viel wie nur moeglich probiert und beschnuppert, was nicht immer so schlau war. ^^
Als alle Freiwilligen wieder zusammen getrommelt waren, ging es weiter in Richtung Norden, immer an der Kueste entlang. Ein kurzer Stop wurde in einem kleinen Fischerdorf eingelegt, wo einer der einheimischen Fischer und sog. „Contact Persons“ von FSL bereits das erste Schildkroetengelege gefunden hatte und es mit einem Zaun sicherte, um es vor Fressfeinden zu schuetzen. Da dass Sea-Turtle-Project einen Strandabschnitt von 60 Km bewacht, werden einheimische Fischer dafuer bezahlt, jeweils ihren Abschnitt zu beobachten und uns ueber Nester zu informieren. Kurz darauf ging es weiter nach Murudeshwar, wo sich die groesste Shiva-Statue Asiens befindet! Mit ihren geschaetzten 80 Metern Hoehe war sie doch ziemlich eindrucksvoll. Nach ausgiebiger Besichtigung und unzaehligen Gruppenfotos in allen moeglichen Gruppen („Take photo photo?“), sehnten wir uns nach der versprochenen Abkuehlung am Sunset View Point von „Rocky Beach“. Strand und Wellen waren auch sehr traumhaft, nur der viele Plastikmuell daempfte ein bisschen das Schwimmvergnuegen bei mir. Spaeter kehrten wir dann erschoepft aber gluecklich in unser „Pink House“ zurueck.
Insgesamt war die Woche sehr Interessant und abwechslungsreich, sodass ich mich nun gut vorbereitet fuehle!

Trotzdem freue ich mich auf meine Gastfamilie, auf ein eigenes Zimmer und ein sauberes Badezimmer!! 🙂
Nun bin ich gespannt auf die erste Woche im Sea-Turtle-Project!

Bis bald!^^

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Namaste Kundapura!

Hallo! Seit zwei Tagen sind wir nun in Kundapur, einer (im Vergleich zu Bangalore) kleinen, gemuetlichen Hafenstadt. Am ersten Tag haben Judy, Johanna und ich uns mutig zu Fuss auf den Weg zum Mer begeben und sogar gebadet! 🙂 eine herrliche Abkuehlung, leider trocknet die Kleidung bei dem anhaltenden Monsunregen ueberhaupt nicht.. 😛
Gestern hat die Orientation week angefangen, wir wurden durch Kundapur gefuehrt. Bis auf einige kleine Komplikationen mit dem fliessend Wasser ( bleibt gerne mal aus, wenn man eingeseift unter der dusche steht 😦 ) , ist alles super. Habe leider im Moment nicht viel Zeit, aber werde spaeter mehr berichten! Liebe Gruesse!

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