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Emergency-Call!

Mit der Monsoon-Season beginnt eine neue Etappe im Sea-Turtle-Projekt. Der anhaltende Dauerregen und die fast(!) nordfriesischen Windverhältnisse, geben dem Arabischen Meer ein ganz neues Gesicht. Während es vorher tiefblau, spiegelglatt und friedlich war, türmen sich nun die Wellen zu schäumenden, grauen Wasserbergen und die Küstenlinie ist in Nebel getaucht.
Besonders die hohen Wellen werden vielen Wasserschildkröten zum Verhängnis und sie werden an Land gespült oder verfangen sich in den Fischernetzen. In der letzten Woche wurden wir viermal angerufen, um gefangene Wasserschildkröten wieder frei zu lassen.
Unter ihnen waren einige leider so schwer verletzt, dass sie vorerst in einen Tank gebracht wurden, indem wir sie einigermaßen pflegen können. Meist zeigen sie Verletzungen an den Forderflossen auf. Bei einigen fehlen diese fast gänzlich.
Dies ist allerdings nur eine vorübergehende Lösung, bis das neue Turtle-Auffangzentrum eröffnet wird undie in die H wir sände eines wissenschaftlichen Fachmannes geben können.

 

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Tiger Prawns-Farm

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Das neue Projekt: Eco-Tourism!

Mit dem Ende der Nesting Season geht auch meine Zeit im Sea Turtle Conservation Projekt zu ende und das neue Projekt beginnt…  Öko-Tourismus.

Ökologischer Tourismus soll einerseits das Bewusstsein für Natur und Umwelt in der Bevölkerung fördern und andererseits die regionale Bevölkerung und den Umweltschutz unterstützen.

Im Projekt sind wir gerade auf der Suche nach neuen Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten in und um Kundapur. Vor einigen Tagen habe ich die umliegenden Prawns-Farmen besichtigt, von denen es mehrere hier in der Umgebung gibt. Hier werden Tiger Prawns gezüchtet, welches eine besonders große Garnelenart ist, die unglaublich lecker schmeckt und eine Spezialität in vielen Restaurants in Kerala und Goa ist!

Die Tiere werden in großen Wasserbecken aufgezogen, in welche Meerwasser gepumpt wird. Es dauert in etwa 4 Monate bis sie ausgewachsen sind und eine Körpergröße von etwa 15 cm erreichen.

Gestern sind haben wir die Halbinsel Upinakudru besichtigt, welche in den Backwaters, nördlich von Kundapur liegt. Hier haben wir mit einigen Familien gsprochen, um herauszufinden, ob sie in Zukunft Touristen bei sich aufnehmen würden. Diese könnten dann für einige Tage Familie wohnen und ihren Alltag kennenlernen.

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Zurück in Kundapur!

Hallöchen!
Nun ist schon wieder ein Monat vergangen und der langersehnte Urlaub mit Julius vorbei. Jedoch haben wir unglaublich viel gesehen und erlebt! Wir sind auf einem Hausboot über die Backwaters geschippert, haben auf dem Elefantenrücken eine Kardamomplantage besichtigt, Gewürzplantagen erkundet und die Herstellung des berühmten Schwarzen Tees in der Connemara Tea Factory erforscht. Im Periyar National Park sind wir wilden Elefanten auf die Schliche gekommen und haben unzählige Affen und Giant Squirrels (Riesen Eichhörnchen) gesehen!

Nun ist Julius zurück in Deutschland und ich in Kundapur, wo bereits die nächsten Schildkrötenschlüpflinge auf mich warteten! Gestern morgen wuselten 35 kleine Hatchlinge im Nest umher, ungeduldig darauf wartend, sich in die wilden Fluten zu stürzen! Es war wirklich nciht leicht, alle Schildkröten sicher ins Wasser zu transportieren, zumal die Fischer genau neben dem Nest ihr Netz an Land zogen und sich so viele Delphine dazu gesellten.
Man kann nur hoffen, dass die Fische besser schmecken als kleine Schildkröten!


… hier ist noch ein Link zum Blog zweier Workcamper, die ziemlich gute Bilder gemacht haben! http://www.rizsansglacon.com/2011/02/16/kawai-choumimi/

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Turtle Festival in Velas!

Ich bin gerade per Nachtzug zurück gekommen aus Velas. Dies ist ein kleines Dörfchen im Bundesstaat Maharashtra, umgeben von Bergen uns Mangoplantagen. Es liegt ca. 200 km südlich von Mumbai und 700 km nördlich von Kundapur und ist wirklich nicht einfach zu erreichen! Was mich dorthin verschlagen hat ist das jährliche „Turtle-Festival“, welches von der Organisation „Sahyadri Nisarga Mitra“  dort veranstaltet wird. Da sich von den FSL-Mitarbeitern aufgrund von akutem Zeitmangel keiner in der Lage sah, daran teilzunehmen, wurde ich mit der hochverantwortungsvollen Aufgabe betraut, das Event zu besuchen und zu dokumentieren. 😉  Anfangs hatte ich zwar Bedenken, das gerade stattfindende Sea-Turtle Workcamp und außerdem die gerade schlüpfenden Hatchlinge in Beejadi in Kundapur zurückzulassen, habe dann jedoch Ersatz gefunden.

Das Turtle Festival startete am Montag und dauert etwa einen Monat. Es wird damit geworben, Wasserschildkröten in freier Wildbahn schlüpfen zu sehen und diese dann ins Meer zu entlassen. Von dem Festival wurde in vielen Zeitungen und im Internet berichtet und so kommen mittlerweile jährlich um die 1000 Touristen, darunter Schulklassen, Familien und andere Organisationen, nach Velas. In diesem Jahr waren bereits 22 Nester mit insgesamt ca 2500 Eiern am Strand gefunden worden. Im Internet auf Facebook oder dem Blog der Organisation kann man sich über die genauen Schlüpfdaten informieren und demnach das versteckte Dörfchen besuchen. Da die Schlüpfzeiten immer morgens um 7 am und abends um 6 pm sind, ist es sinnvoller, in Velas zu übernachten. Für eine angenehme Bleibe sorgen die Anwohner, natürlich nicht umsonst, jedoch kommen 10 % der Einnahmen dem Schildkröten-Projekt zugute .Ich habe zwei Nächte in dem gemütlichen Haus von Milind Nijsure und seiner Frau übernachtet. Milind ist Besitzer einer riesigen Mangofarm, die er mir und dem anderen Gast, Subodh aus Mumbai, ausgiebig gezeigt hat. Einige Teile der Plantage sind bereits über 90 Jahre alt. Er verkauft die Früchte in Mumbai, von wo aus sie nach ganz Indien und auch nach Übersee exportiert werden!

Früh morgens, um 5.30 am, was jedoch nicht zu früh ist für einen heißen Becher Chai, sind Subodh, Sumantha, welcher als Experte der Mitveranstalter ist, zum Strand aufgebrochen. Sumantha hat Marine science studiert und schon dudzende im Wasser lebende Spezies in Aquarien, Wassertanks und Badewannen aufgepäppelt. Darunter Seegurken, Seepferdchen und natürlich Wasserschildkröten. Sein ganzer Stolz ist das 5-Sekunden Video einer Olive Ridley, welche zum Atmen aus dem Wasser taucht und ihn 4 Stunden Wartezeit am Beckenrand gekostet hat! 🙂

Nachdem wir die Nester beschriftet und alles für die Eröffnungszeremonie des Festivals vorbereitet hatten, waren auch schon die ersten Touristen am Strand eingetroffen und Sumantha wagte einen Blick auf die Nester. Es hatten sich tatsächlich 12 kleine Schildkröten an die Sandoberfläche gegraben. In der Regel benötigen sie dafür etwa 4 Tage nachdem sie aus den Eiern geschlüpft sind. Bis wir die Hatchlinge jedoch ihre Freiheit schenken konnten, mussten wir auf das Dorfoberhaupt und die Officer des Forest Departments warten, welche feierlich mit Blumen beschenkt wurden, zum Dank für die Zusammenarbeit.^^

Am nächsten Morgen war die Anzahl der Hatchlinge gleich verdreifacht und wir konnten 35 Hatchlinge ins Meer entlassen. Danach war es für mich auch schon wieder  an der Zeit, den Rückweg anzutreten. Milind hatte mir empfohlen den Bus nach Ratnagiri zu nehmen, welches eine wunderschöne Strecke ist. In Ratnagiri hatte ich zwar 5 Stunden Zeit, bis mein Zug abfuhr, konnte diese aber dafür nutzen, den Palast des letzten birmanischen Königs Thiba, welcher von den Briten dort ins Exil verschifft worden war, zu besichtigen. Außerdem ist Ratnagri Schauplatz des Buches „Der Glaspalast“ von Amithav Ghosh, welches ich gerade lese. Zwar hat der Palast seinen im Buch beschriebenen Glanz verloren, ich konnte jedoch einen wunderschönen Sonnenuntergang von dort genießen!

Nun bin ich schon wieder in Kundapur angekommen und starte gleich ins Workcamp. Dort heißt es heute murual painting und Puppet Show-Presentation!! 🙂

Ab nächster Woche gehe ich mit meinem Schatz Julius, der mich für drei Wochen besuchen kommt, auf Entdeckungstour durch Südindien!! Ich freue mich schon unglaublich darauf, ihn nach 6  Monaten endlich wiederzusehen! 🙂

Liebe Grüße an zuhause!


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Fröhliche Weihnachten!!

Namaste!
Heute ist mein letzter Arbeitstag im Jahr 2010 und ab morgen geht es  in den Weihnachtsurlaub nach Goa und Hampi!
Die letzten Wochen im Projekt waren hauptsächlich damit gefüllt, Berichte zu schreiben. Allerdings haben wir auch drei neue Schildkrötennester bekommen und eins ist geschlüpft. Leider ist uns jemand zuvor gekommen und hat die Eier oder Hatchlinge ausgegraben, weswegen wir nicht feststellen konnten, wieviele letztendlich geschlüpft sind. Das bedeutet, dass zum Schlüpfdatum des nächsten Nestes jemand zur Sicherheit am Strand übernachten muss und es vor wilden Hunden und Menschen beschützt … klingt nicht wirklich verlockend :).
Der Workshop des Colleges ist leider ausgefallen, aufgrund von Ausschreitungen zwischen Moslems und Hindus. Dabei ist in einigen Läden randaliert worden und es wurden Autos angezündet. Zum Glück ist sofort Polizeiverstärkung angerückt und die Lage hat sich schnell wieder beruhigt. Es hinterlässt jedoch Zweifel an dem ansonsten so friedlich wirkenden Zusammenleben zwische Moslems und den Hindus.

Letztes Wochenende bin ich spontan mit einem anderen Freiwilligen nach Mumbai gefahren. Dafür galt es eine 14 stündige Zugfahrt hinter sich zu bringen, vorraussichtlich ohne Schlafplatz, da keine Reservierung.  Glücklicherweise erwischten wir doch noch zwei Liegeplätze (zwar auf dem Boden, aber immmerhin!). Außerdem macht Zugfahren Spaß! Die Konkan Railway verbindet Mangalore mit Mumbai und wurde erst vor 12 Jahren eröffnet. Insgesamt misst die Strecke 760 Km und passiert 2000 Brücken und 91 Tunnel (für die extra Tunnelbohrmaschinen aus Schweden importiert werden mussten). Mit dem Zug zu reisen ist aufjedenfall angenehmer, als mit dem Bus. Besonders wenn man in einem Abteil ist, in dem eine ganze Schulklasse mitfährt! So wurden wir bis nach Mumbai fröhlich unterhalten, mit Liedern, Armdrücken gegen die Lehrer^^ und sogar Chapathi und haben wir bekommen!  Ansonsten werden die Passagiere bestens versorgt, mit allerhand Köstlichkeiten, kleinen Snacks und natürlich Chai, welcher, je weiter man gen Norden kommt, immer würziger schmeckt!

Als wir bei Sonnenaufgang Mumbai erreichten, bot sich uns ein Stadtbild, dass eher Manhatten und in der Altstadt eher London glich, als einer indischen Stadt. Die Viktoria Railway Station ist der älteste Bahnhof Indiens und erinnert an eine riesige Kathedrale. Mumbai hat mittlerweile 13,9 Millionen Einwohner, was etwa 4 mal Berlin oder 7 mal Hamburg ist! An allen Ecken und Enden wird gebaut, werden neue Wolkenkratzer hochgezogen. In einem Reiseführer von 1999 war zu lesen, wie wenige Hochhäuser nur zu sehen seien. Das Stadtbild hat sich sehr verändert. Allerdings hat Mumbai auch ganz andere Seiten. Die letzten zwei Stunden vor Erreichen der Endstation  fährt der Zug vorbei an riesigen Slumgebieten. Inzwischen werden sogar Touren durch die Slums mit Touristguide angeboten, sog. „Slumdog-tour“. Wir haben uns entschieden, Mumbai auf eigene Faust zu erkunden, haben uns hilflos verlaufen und mit Müh und Not in das Touristenviertel zurück gefunden, haben dabei jedoch sehr viel gesehen!

Samstag haben wir in den „Filmisthan-Studios“ am Dreh-Set von „RA.one“, dem neuen Science Fiction-Film mit Shahrukh Khan, verbracht. Am Freitag wurden wir gefragt, ob wir nicht Lust hätten, in einem Bollywood-film mitzuspielen, gegen eine kleine Gage und kostenloses Essen! Da konnten wir natürlich nicht Nein sagen und ließen uns in ein buntes Party-Outfit stecken. Es war witzig, zusammen mit etwa 200 anderen ausländischen Darstellern und professionellen Tänzer/innen, sowie Sharukh Khan und anderen Bollywoodstars wieder und wieder verschiedene Tanzszenen zu drehen. Allerdings auch ziemlich anstrengend und ich werde das garantiert nicht beruflich machen wollen! ;)Am Montag sind wir dann, zwar ziemlich müde, aber heil in Kundapur angekommen.

Ich wünsche Euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!!

Liebe Grüße, Lisa 🙂

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